50+ und die Leichtigkeit des Seins - ein Wagnis?


Wenn einem zum 50. Geburtstag von allen Seiten Schmetterlinge begegnen, dann muss das wohl eine Aufforderung sein!

Wie Frau es wohl schafft, der viel zitierten Leichtigkeit des Seins in der 2. Halbzeit mehr Raum zu geben?

Heute vor einer Woche war es soweit, meine 2. Halbzeit hat begonnen.... ;-)

Eine Woche vor der "Jahreszeiten-Halbzeit", dem heutigen astronomischen Herbstanfang, oder der Tagundnachtgleiche. Mit viel Flower Power und Märchenzauber. Und wo Blumen sind, sind auch Schmetterlinge. So ist dieser auf diversen Glückwunschkarten und durch das Lied "Butterfly" zu mir geflogen, und ich habe mich an einige Momente erinnert, in denen mir Schmetterlinge in der Natur begegnet sind. Diese Momente liegen teilweise schon sehr lange zurück und trotzdem erinnere ich mich noch an deren Qualität.

Wenn so ein filigranes, wunderschönes Wesen, dessen Flugbahn ein wenig unkontrolliert wirkt, plötzlich auf meinem Fuss Pause macht, und ich die feinen Beinchen, Fühler und Rüssel auf meiner Haut spüre, dann steht die Zeit still.

Beim Zuschauen, wie die Schmetterlinge verspielt in einer Blumenwiese tanzen, bin ich beeindruckt oder eher berührt, von dieser Schönheit und Leichtigkeit. Wer ist nicht fasziniert von diesen Wesen? Bei diesem Anblick geht fast vergessen, was für einen Weg sie in ihrem Leben schon zurück gelegt haben. Von aussen betrachtet tönt das, was "Metamorphose" genannt wird, ziemlich anstrengend. Für die Schmetterlinge ist es seit jeher der normale Lauf der Dinge. Und jeder einzelne Entwicklungsschritt ist nötig. Schmetterlinge sind der Inbegriff von Transformation und Wiedergeburt.

Wenn die Blumenwiesen verblüht sind, dann ziehen sich auch die Schmetterlinge zurück. Entweder in wärmere Gefilde oder ein Winterquartier, oder falls sie noch als Raupe unterwegs sind, dann wird jetzt eine "Fresspause" eingelegt und in einem Kokon überwintert.

Dankbar und gut genährt von einem intensiven, lehr- und erlebnisreichen Sommer, ruft es in mir wieder nach mehr Stille und Zeit zum "Verdauen und Aussortieren", so wie es sich im Herbst gehört….. ;-)

Vielleicht klappt es diesen Herbst besser mit der Ruhe. Verinnerlichen, warten, ausharren, sich dem Lauf der Dinge vertrauensvoll hingeben. Und bei den ersten warmen Sonnenstrahlen im nächsten Frühling die Flügel ausbreiten. Tönt nach einem Plan….. ;-)

„Das Glück ist ein Schmetterling“, sagte der Meister. „Jag ihm nach und er entwischt dir. Setz dich hin und er lässt sich auf deiner Schulter nieder.“ „Was soll ich also tun, um das Glück zu erlangen?“, fragte der Schüler.„Du könntest versuchen, dich ganz ruhig hinzusetzen – falls du es wagst!“

Anthony de Mello

Den nächsten Beitrag mit Gedanken zu Jahres- und Lebenszeiten gibt es wieder am

21. Dezember (astronomischer Winteranfang oder Wintersonnenwende)

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Über mich.

Ich möchte dazu anregen, sich inspirieren und ermutigen zu lassen - von der eigenen inneren Stimme,  oder einer Geschichte im Aussen - und freue mich, wenn möglichst viele Geschichten mich erreichen.  Es wird Gelegenheit geben, die eine oder andere Geschichte zu hören oder lesen. Dazu später mehr.

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