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Schlüsselmomente & Schlüsselfragen

22/03/2020

 

 

Es ist eine Zeit der Aneinanderreihung von Schlüsselmomenten, für die Menschen, die Städte, die Länder und schlussendlich für die ganze Erde. Jeder Moment bringt so viel Neues und vielleicht auch Entscheidendes mit sich. Und in Mitten dieser "Schwere" schwingt in Allem die Qualität von "Neugeburt" mit.

 

 

 

Wir sind alle mehr denn je damit beschäftigt Schlüsselfragen zu beantworten, in einer Dichte und Häufigkeit, wie vermutlich niemand von uns das gewohnt ist. Es gibt 

Schlüsselfragen, die wir schon lange mit uns herum tragen, und solche, bei denen wir es uns nie hätten vorstellen können, dass wir sie je beantworten müssen. Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes gezwungen, über die Bücher zu gehen.


Der Frühling hat begonnen, und es tut frau wahnsinnig leid, dass die blühenden Sträucher und all die Bäume, die schon einen leichten grünen Schleier haben, fast keine Zuschauer haben. Vorgestern, am Tag des astronomischen Frühlingsanfangs, hat sich der Frühling

draussen in ganzer Pracht gezeigt. Eigentlich Zeit für den Frühlings-Blog, ich war nicht sicher, ob ich überhaupt einen Blog schreiben mag. Es wird so viel geschrieben und gesagt über diese Zeit, da braucht es meinen Kommentar nicht auch noch. Wie kann ich denn das in Worte fassen, was mich aktuell gerade beschäftig? Auch ich stehe an diesem Mittag "DANKE-klatschend" am Fenster, ein sehr berührender (Schlüssel-) Moment. Wie kann ich bei der alles durchdringenden Mächtigkeit der aktuellen Situation etwas teilen, das mich und andere positiv berührt? Ja geschweige von Inspirierendem berichten?

 

Als eine der vielen "Zwangs-Heimarbeiterinnen" helfe ich mit, einen Betrieb aufrecht zu erhalten, der im Moment verständlicherweise nicht im Fokus der breiten Öffentlichkeit steht. Die fast ganz normale Büro-Normalität hat sich auf meinem Küchentisch ausgebreitet. Fürs Nachtessen wird Tastatur und Maus auf die Seite geschoben, eine Kerze wird angezunden. Soll ich mich dafür jetzt privilegiert fühlen, dass ich im Schutze meiner eigenen vier Wände meiner Arbeit nachgehen kann? Darf ich mit gutem Gewissen dankbar sein dafür, dass ich mir - mindestens zum jetzigen Zeitpunkt noch - die Frage nach Liquidität nicht stellen muss? Eigentlich ein riesengrosses Glück!

Dies, während ich zahlreiche Beispiele kenne, welche mit den Auswirkungen dieses 
"Neustarts" ganz anders konfrontiert werden und die vermutlich mit der Frage unterwegs sind: "Wie lange reichen meine Kräfte?"

 

Jetzt, zwei Tage später, bleibt sogar der Frühling zuhause. Ich habe das Glück, vor meinem Fenster ein Meer von Osterglocken bewundern zu dürfen. Ein Farbtupfer unter dem nebligen Himmel. So wie die Schlüsselblume, der ich auf einer kleinen Wanderung vor ein paar Tagen begegnet bin. Habe ich diese jemals so intensiv wahrgenommen und mich so fest darüber gefreut wie jetzt? Und ich nehme den Kontakt zu Menschen intensiver wahr, auch wenn er nur via Telefon, Zoom oder mit 2 m Distanz beim Einkaufen statt findet. Es sind die Momente, in welchen ich - viel bewusster als sonst - dem Gegenüber mit einer Haltung von Dankbarkeit, Mitgefühl und Fürsorge begegne und gleichzeitig spüre, wieviel Herzlichkeit mir entgegenkommt. 

 

Die Zeit der von Unsicherheit geprägten Schlüsselfragen und Schlüsselmomenten wird noch andauern, wir alle haben unsere individuellen Vorstellungen und Hoffnungen, was "nachher" anders - im Idealfall besser - werden kann. Und mehr denn je müssen wir aushalten, (noch) keine Antworten zu haben. Meine Hoffnung ist es, dass es mir und euch gelingt, soviel Dankbarkeit, Mitgefühl und Fürsorge wie möglich für euch selbst und eure Mitmenschen zu empfinden, und eine freudvolle und kreative Vorstellung davon zu entwickeln, wie es uns nach dieser "Reinigung" wohl geht.

 

.....unterdessen ist der Nebel gewichen, und die Sonne scheint wieder. Wenn frau zum Fenster hinausschaut, hat sie für einen ganz kurzen (Schlüssel-)Moment lang das Gefühl, wie wenn heute ein ganz normaler sonniger Frühlings-Sonntag wäre.......
Zeit für den Frühlingsblog ;-)


 

Die Schlüsselfrage ist: "Verwende ich meine Zeit für die richtigen Dinge?"

Weil Zeit ist alles, was wir haben.

(Randy Pausch, 1960 - 2008)

 

 

Der nächste Beitrag mit Gedanken zu Jahres- und Lebenszeiten ist geplant am
20. Juni 2020 (astronomischer Sommeranfang und Sommersonnenwende)

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Ich möchte dazu anregen, sich inspirieren und ermutigen zu lassen - von der eigenen inneren Stimme,  oder einer Geschichte im Aussen - und freue mich, wenn möglichst viele Geschichten mich erreichen.  Es wird Gelegenheit geben, die eine oder andere Geschichte zu hören oder lesen. Dazu später mehr.

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